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Ergebnis des Bürgerentscheids vom 18.06.2017
Schnellmeldung des Bürgerentscheids am 18.06.2017
 
Liebe Bürgerinnen und Bürger, eine harte Bewährungsprobe liegt hinter uns.

Stegens erster Bürgerentscheid ist Geschichte. Früher waren Bürgerentscheide eher selten. Mit der Änderung der Gemeindeordnung im Jahr 2015 wurde das Quorum für Bürgerbegehren gesenkt und seither kann man Land auf Land ab immer wieder Bürgerentscheide beobachten. Dennoch halte ich einen Bürgerentscheid als demokratisches Mittel, für ein „schweres Geschütz“ und er darf nicht zum Ersatz für die parlamentarische Demokratie werden. Nämlich die von den Bürgern gewählten Gemeinderäte haben mit Ihrer Wahl die Aufgabe und Verpflichtung übernommen, sich für das Wohl der Bürger /innen ihrer Gemeinde einzusetzen. Ich kann ihnen versichern, ich habe große Hochachtung vor unserem Gemeinderat, mit dem ich seit mehr als zwei Jahren arbeite. Niemand macht es sich leicht und um so manche Entscheidung haben wir hart gerungen. Die Behauptung, die man in der Einwohnerversammlung hörte, der Gemeinderat hätte immer nur durchgewunken ist wirklich nicht korrekt.

Um so mehr freut es mich, dass das Ergebnis des Bürgerentscheids so deutlich ausgefallen ist. Denn eigentlich wurden zwei Entscheidungen getroffen. Zum einen wurde die Entscheidung des Gemeinderates vom Nov. 2016, den Bebauungsplan „Stockacker“ zu ändern bestätigt und zum anderen zeigte die Entscheidung vom Sonntag, dass das Begegnungshaus so gebaut werden soll, wie es von der Gemeinde geplant wurde. Wir wollen und wir brauchen dieses Haus!

Damit haben wir einen klaren Auftrag und deshalb müssen wir jetzt nach vorn schauen !


Mit diesem Rückenwind wollen wir das Begegnungshaus Wirklichkeit werden lassen. Viele Aufgaben sind dabei zu meistern und noch viele Fragen sind zu diskutieren. Ich habe am Sonntag gesagt, die Türen stehen offen- auch für diejenigen, die nicht unserer Meinung sind. Sie alle sind herzlich eingeladen, sich hierbei einzubringen. Wir werden die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat und Verein Miteinander Stegen e.V. fortsetzen. Lassen Sie uns alle gemeinsam daran arbeiten, dass dieses großartige menschliche Projekt zu einem Erfolg wird!

Wie über die Medien zu lesen war, wird die BI das Abstimmungsergebnis akzeptieren. Man möchte das Projekt künftig kritisch –konstruktiv begleiten. Das ist für mich ein positiver Ansatz und es ist sicher der bessere Weg, als sich öffentlich oder juristisch zu streiten. Wie gesagt, die Gemeinde und auch Miteinander Stegen e.V. sind bereit mitzuhelfen, damit wieder Frieden in der Gemeinde einkehrt.

Lassen Sie uns lieber gemeinsam diese Chance für Stegen nutzen.

Zum Schluss möchte ich allen ganz herzlich danken, die so engagiert und mit Herzblut mitgekämpft haben. Der Dank gilt dem Gemeinderat, dem Verein Miteinander Stegen, dem Architekten und den vielen Bürger/innen, die uns immer wieder Mut gemacht haben. Ohne meine tollen Rathausmitarbei-ter/innen, die durch diese Wahl einen hohen Arbeitsdruck aushalten mussten und auch ohne die vielen Wahlhelfer/innen, wäre der reibungslose Ablauf nicht zu stemmen gewesen. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank.

Ich habe in den letzten Wochen und Monaten viele bewundernswerte Menschen erlebt und nach diesem klaren Sieg kann ich nur sagen:

Ich bin stolz auf unsere Stegener, Eschbacher und Wittentäler und auf unsere Gemeinde, in der ich gern Bürgermeisterin bin.

Ihre Fränzi Kleeb
 

Stimmen aus der Bürgerschaft:

"... ich von dem zutiefst menschlichen Konzept überzeugt bin" Fränzi Kleeb

"... wir bauen hier keine Mülldeponie und keine Umgehungsstraße, sondern eine soziale Einrichtung!" Pit Müller

"...es mitten im Dorf ist, ...Angehörige schnell und bequem kommen können" Klaus Kiesel

"... für mich sozial und menschenwürdiges Dasein nicht nur Schlagworte sind, ... wir zeigen, dass wir die Worte mit Leben füllen:
Für uns alle!" Isolde Hartung

"... Stegen auf Kurzen Wegen: Das Begegnungshaus" Brigitte und Siegfried Thiel

"... ich es notwendig finde !" Hannelore Böhnisch

"...auch dadurch die Versorgung der älteren Bürger gewährleistet werden kann und gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum für jung und alt entsteht" Claudia Glißmann

"... Stegen die Chance auf diese wichtige soziale Einrichtung nicht verpassen darf!" Dr. Michael Stumpf

"Wir stimmen mit NEIN, weil viele kluge Köpfe intensiv geplant haben und wir jetzt ein sehr gutes Bau-Konzept für alle Lebensbereiche (Versorgung, Wohnen und Energie) haben. Man sollte es nicht zerreden, wir brauchen das Haus." Claudia Glißmann, Klaus Kiesel - SPD Gemeindefraktion

"...das ein notwendiges Projekt für Stegen ist, das aus der Mitte der Bürgerschaft entwickelt wurde" Stephan Gutzweiler

"...weil ich von dem gesamten menschlichen Konzept für unsere Bürger in Stegen überzeugt bin. Wir brauchen dieses Begegnungshaus." Grudrun Schill
 
Begegnungshaus
 
Unser Partner - der Verein Miteinander Stegen e.V.
Planungsentwurf BegegnungshausWer JA sagt zum Begegnungshaus, muss beim Bürgerentscheid NEIN sagen

Die Gemeinde Stegen arbeitet seit vielen Jahren gemeinsam mit dem Verein Miteinander Stegen e.V. an dem Projekt "Lebensräume". Das Herzstück des Projekts ist das Begegnungshaus, in dem sich unser Netzwerkbüro mit Begegnungsstätte, eine Tagespflege und zwei Pflegewohngemeinschaften für Demenzkranke befinden werden. Gleichzeitig wollen wir aber auch den Wunsch vieler Stegener Bürgerinnen und Bürger erfüllen, nämlich bezahlbaren Wohnraum für ältere Menschen - aber auch für junge Familien schaffen. Unser Ziel ist es, unseren älteren Bürgerinnen und Bürgern und ihren Angehörigen Möglichkeiten für Betreuung und Pflege anzubieten. Gleichzeitig könnte z.B. der Partner, die Partnerin in einer der barrierefreien Wohnungen im Begegnungshaus wohnen. So sind beide versorgt und können, so oft sie es mögen, zusammen sein.
Auch bei uns in Stegen ist der demografische Wandel bereits spürbar. Deshalb brauchen wir dieses Haus dringend. Hier soll Bürgerinnen und Bürgern geholfen werden. Unser Netzwerkbüro wird ein sozialer Treffpunkt werden, bei dem man mit Rat und Tat Unterstützung, z.B. für Fragen rund um ambulante Betreuung und Pflege sowie Beratung und Koordination für Unterstützungs- und Begleitungsbedarf für Betroffene und Angehörige, bekommt.
Um all diese Aufgaben und Herausforderungen in der Zukunft zu meistern und um dieses Bauvorhaben realisieren zu können, bedarf es eines komplexen Raumkonzepts, bei dem die vorhandene Fläche im Wohngebiet Stockacker funktional, wirtschaftlich und auch energetisch vernünftig genutzt wird. Leider ist der derzeit gültige Bebauungsplan "Stockacker" aus dem Jahr 1993 nicht mehr zeitgemäß. Besonders das Konzept für die Demenzwohngruppen erfordert breitere Baufenster, was dem ausgeprägten Bewegungsdrang der Bewohner Rechnung trägt. Der Bedarf an barrierefreien Wohnungen steigt stetig.
Durch Nutzung eines Pflegebetts oder eines Rollators kommt man mit den Schrägen eines Satteldachs oder kleinteiligen Dachgauben nicht mehr zurecht. Das zeigen Erfahrungen anderer Einrichtungen und auch deshalb haben wir uns für ein Flachdach entschieden.
Das Architektenkonzept in Verbindung mit dem zu ändernden Bebauungsplan legt den Grundstein für ein modernes zukunftsorientiertes Begegnungshaus. Derzeit haben wir 29 überwiegend kleine Wohnungen geplant. Diese lassen sich aber jederzeit nach Bedarf zu größeren Wohnungen kombinieren. Somit können Ältere mit einem größeren Platzbedarf - aber auch junge Familien - künftig hier ein Zuhause finden.

Stegen braucht das Begegnungshaus für seine Bürgerinnen und Bürger!
Der Gemeinderat und die Bürgermeisterin stehen 100%-ig zu diesem zutiefst menschlichen und sozialen Projekt und setzen sich mit ganzer Kraft dafür ein, dass das Projekt Wirklichkeit wird.
Dazu benötigen wir dringend Ihre Unterstützung:

Deshalb stimmen Sie bitte beim Bürgerentscheid mit NEIN, wenn Sie das Begegnungshaus wollen!
Gemeinde bietet Kompromissversuch an-BI lehnt Vorschläge ab
Details im Vergleich von bestehendem und zu änderndem Bebauungsplan Stockacker
So sieht das geplante Begegnungshaus aus:
Daten zur Offenlage der 3. Änderung des Bebauungsplans STOCKACKER vom 05.12.2016 bis 13.01.2017
Presse- und Medieninhalte Dritter